Praxis-Workshop: Algen auf dem Teller

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Algen sind eine echte Bereicherung – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für unseren Gaumen! Wie einfach es geht, Algen in leckere Speisen zu verwandeln, durften wir im Praxis-Workshop schmecken und erleben.

Die Moderatorinnen Susanne Kiehl, Anna Becker vom BUND Naturschutz München und Kristina Mayr von Naturland leiteten uns durch den Workshop.

Erster Teil: Eintauchen in die Unterwasserwälder der Algen

In einem einführenden Vortrag führte uns Dr. Stefan Holler von Naturland in die spannende Welt der Algen ein , welche bei uns in Deutschland ganz neue kulinarische Türen öffnet.

Es gibt 30.000 identifizierte Algen-Arten, von denen bis jetzt rund 35 Arten kommerziell als Nahrungsmittel genutzt werden. Man unterschiedet zwischen Mikroalgen und den sichtbaren, „pflanzenartigen“ Makroalgen (Braunalgen, Rotalgen, Grünalgen).

Für den Verzehr werden in Europa hauptsächlich Makroalgen verwendet. Zu den Bekanntesten gehören Zuckertang (Braunlage), Wakame(Braunlage), Kombu (Braunlage), Dulse (Roralge), Nori (Rotalge), Meersalat (Grünalge) und die Meeres-Spaghetti (Braunalge).

Obwohl Algen von Natur aus ein sehr nachhaltiges Produkt sind, gibt es auch dort Unterschiede. Deshalb ist Bio-Qualität wichtig! Diese garantiert eine schonende Sammlung bzw. Ernte ohne schädigenden Einfluss auf das Ökosystem.

Algen in der Küche – Das sagt der Profi:

Michael Hofmann

Michael Hofmann war unser Experte für Algen auf dem Teller. Das Multi-Talent ist nicht nur ausgebildeter Koch in Deutschland und Australien, sondern bietet außerdem Beratung für Lebensmittel-Industrie und Gastronomie. Zudem gründete er 2017 die Algenladen GmbH. Sein großes Ziel ist es, Verbraucher für Algen zu sensibilisieren und Lust auf Algen zu machen.

„Wenn ich gewusst hätte, wie einfach das Kochen mit Algen ist, dann hätte ich das schon viel früher gemacht“

„Wenn wir es schaffen Greens und Hülsenfrüchte in der Gastro zu etablieren, dann können wir uns auch an die Algen trauen.“

„Algen sind einfach ein weiteres geiles Gemüse“

„Ich möchte, dass wir irgendwann nicht mehr einfach „die Alge“ sagen, sondern Dulse, Nori oder Wakame. Schließlich sagen wir ja auch nicht Kernobst, sondern Apfel oder Birne.“

Der Praxis-Teil: Ran an die Algen mit dem Profi-Koch!

Die vier Zeit-Slots im Praxis-Teil, ermöglichten es uns, eine große Vielfalt an Gerichten – Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeise – zubereiten zu können.

Die zwei verschiedenen Salate mit Algen-Einlage erlaubten unter keinen Umständen einen Vergleich zu dem im Supermarkt erhältlichen knallgrünen „Chuka Wakame“-Salat. Dessen grüne Farbe stammt nämlich nicht von den Algen selbst, sondern einem künstlichen Zusatzstoff. Nun durften wir uns von dem echten natürlichen Geschmack eines Algensalats überzeugen lassen.

Jede Gemüse-Beilage, Gemüse-Pfanne oder Bowl lässt sich ganz einfach durch den Zusatz von Algen aufpeppen und wird dadurch sogar zu einer noch größeren Nährstoff-Bombe. Algen können nämlich mehr Nährstoffe aufnehmen als Landgemüse.

Zoodles war gestern! Jetzt gibt es Tagliatelle aus Algen – ohne mühsames hobeln, mit einzigartigem Geschmack und ein echtes Superfood. Nicht nur optisch machten die Meeres-Spaghetti mit Tomatensoße etwas her, sondern auch geschmacklich.

Eine besondere Überraschung war der Nachtisch! Was aussieht wie Schlumpf-Eis, ist eine feine Dessert-Creme aus Tofu und Kichererbsen, welche ganz natürlich mit der Spirulina-Mikroalge blau eingefärbt wurde und damit ein echter Hingucker ist.

Hier bekommen Sie Algen für Ihre Küche:

Algenladen GmbH

Weiherstr. 8
88448 Attenweiler
Telefon: +49 (0) 7343 9223254
E-Mail: info@algenladen.de

Webseite: Algenladen | Algen kaufen, Infos und innovative Rezepte

Weitere Algen-Shops:

Seaverde GmbH

Frau Hanna Koglin

Mobil: +49 176 8225 6516

hanna.koglin@seaverde.de

www.seaverde.de

Isana

Frau Alissa Taupe

a.taupe@isana.de

Mobil +49 151 14 23 89 15

www.isana.de

Fotos: alegra kommunikation, Lena Grami