
Ein Preis für die nachhaltige Gastronomie
2026 verleiht die Projektstelle Ökologisch Essen zum ersten Mal den „Goldenen Kochlöffel“. Mit diesem Preis möchten wir auf das herausragende Engagement von Persönlichkeiten aufmerksam machen, die sich bei den Themen nachhaltige Ernährung und Außer-Haus-Verpflegung verdient gemacht haben.
Die Kriterien
Der Preis wird an Menschen vergeben, die sich mit Leib und Seele für mehr Nachhaltigkeit in ihrer Großküche einsetzen. Die Kriterien umfassen vor allem:
- Konsequenter Einsatz von Bio-regionalen Lebensmitteln
- Möglichst regional-saisonale Menüplanung
- Engagement für Ganztier-Verwertung und Vermeidung von Speiseresten
- Kreative Rezepte, die Nachhaltigkeit mit jeder Menge Geschmack verbinden!
Der Gewinner wird von einer unabhängigen Jury gewählt und auf dem Jahresempfang des BUND Naturschutz mit dem Goldenen Kochlöffel geehrt.

Foto: alegra kommunikation
Pressemitteilung
München, den 30.01.2026
Preisverleihung der Projektstelle Ökologisch Essen des BUND Naturschutz München
„Goldener Kochlöffel“ geht an Kurt Stümpfig, Head of Catering Services der Linde GmbH
Wenn es um Bio in der Außer-Haus-Verpflegung geht, ist Kurt Stümpfig einer der Pioniere. Als Head of Catering Services bei der Linde GmbH in Pullach setzt er seit Jahrzehnten auf bio-regionale Lebensmittel und serviert damit seinen Gästen gesundes, fair erzeugtes und nicht zuletzt köstliches Essen. Als Anerkennung für sein jahrzehntelanges Engagement für bio-regionale Lebensmittel hat ihm die Projektstelle Ökologisch Essen des BUND Naturschutz München deshalb im Rahmen seines gestrigen Jahresempfangs den „Goldenen Kochlöffel“ verliehen.
Die Projektstelle Ökologisch Essen des BUND Naturschutz München unterstützt durch gezieltes Coaching und Workshops Küchenverantwortliche beim Ein- und Umstieg auf Bio-Lebensmittel. Wichtig sind Leuchttürme wie die Kantine der Linde GmbH, in der Kurt Stümpfig seit Jahrzehnten zeigt, dass Bio in der Außer-Haus-Verpflegung möglich ist. Seit 35 Jahren ist Kurt Stümpfig dort Küchenchef. Von Anfang an hat er das Thema Bio-Lebensmittel auf die Fahne seiner Küchenphilosophie geschrieben. „Die Wertschätzung für gesunde und ökologisch erzeugte Lebensmittel ist mir von meinen Eltern, die eine Landwirtschaft und eine Gaststätte hatten, schon in die Wiege gelegt worden. Der Umgang mit unseren Ressourcen ist eine Riesenverantwortung und ich empfinde es als großes Glück, an einem Platz arbeiten zu dürfen, an dem ich die Verantwortung für die Lebensmittel und das Essen übernehmen und etwas bewegen kann.“
Denn mit 1.200 – 1.500 Mittagessen pro Tag kann man so einiges bewegen und Kurt Stümpfigs Anspruch an sich selbst und seine Küche ist hoch: „Man kann nach unten oder nach oben kochen“, sagt Stümpfig. Und er und seine Küchen-Mitarbeiter*innen haben sich nach oben gekocht. Seit 2005 ist die Linde-Kantine bio-zertifiziert, der Bio-Anteil der Linde-Kantine liegt weit über 60 %, im letzten Jahr sogar bei 75 %. Doch das ist nicht alles: Denn Kurt Stümpfig legt obendrein noch viel Wert auf eine regionale Wertschöpfungskette, seine Lieferanten sind zuverlässig und es ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wie hat er all das hinbekommen? Wenn man will, dass etwas funktioniert, meint Kurt Stümpfig, liege vieles daran, wie man es aufsetzt: Angefangen beim Netz regionaler Lieferanten über das Personal bis hin zur richtigen Tischgastkommunikation. „Unsere Gäste sind viel offener für Neues, weil sie wissen, dass sie immer gute Qualität aus der Region bekommen“, so Kurt Stümpfig. Was ihn besonders stolz macht? „Wenn langjährige Gäste kurz bevor sie in den Ruhestand gehen, zu mir kommen und sich für jahrelanges gutes Essen bedanken,“ meint Stümpfig. „Oder wenn Mitarbeiter*innen, die länger nicht in München waren, zu mir kommen und sagen: „Das Essen hier habe ich vermisst! Essen muss schmecken. Das ist das A und O. Und dass Bio auch in Kantinen möglich ist, das sollte die Branche wissen! Daher freue ich mich auch sehr über die Anerkennung durch die Projektstelle Ökologisch Essen. Ökologisch erzeugtes Essen ist gut für alle: für das Wohl der Tiere, den Schutz der Natur, aber letztlich vor allem auch für den Gast, der mit gutem Gewissen gesundes Essen genießen kann.“
Der Preis, den der BUND Naturschutz Kreisgruppe München in diesem Jahr zum ersten Mal verleiht, soll die Wertschätzung für Kurt Stümpfig und seine Mitstreiter*innen zum Ausdruck bringen.
Christian Hierneis, 1. Vorsitzender des BN München: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Projektstelle seit nunmehr 26 Jahren sehr erfolgreich Kantinen in großen und kleinen Unternehmen dabei unterstützt, mehr Bio auf den Teller zu bringen. Wir unterstützen damit die regionale Landwirtschaft und nachhaltiges Wirtschaften. Von Anfang an dabei war Kurt Stümpfig. Er ist ein echter Pionier, der mit Überzeugung und Authentizität seine Gäste davon überzeugt hat, dass bio-regionales Essen hervorragend schmeckt – und der damit in einem großen Einflussbereich Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Qualität und Herkunft von Lebensmitteln geschaffen hat.“
In ihrer Laudatio hob Susanne Kiehl, Mitarbeiterin der Projektstelle Ökologisch Essen, hervor: „Das hervorragende, kulinarische Angebot fundiert auf einem alten Küchengesetz: Nur mit guten Lebensmitteln lässt sich gutes Essen kochen! Unser Preisträger hat sich hierfür ein großes Genuss-Netzwerk aufgebaut vom kleinen Bauernhof über die nahe Fischzucht oder einer Käserei reden wir über 36 Lieferanten – viele Lebensmittel sind in seiner Küche daher regional, fair, nachhaltig und bevorzugt Bio. Auch möchten wir uns für die langjährige Zusammenarbeit bedanken, denn wann immer wir Küchenkräften eine vorbildliche Küche zeigen möchten, öffnet er uns seine Türen.“
Kontakt für Presse-Anfragen: Eva Dutz, eva.dutz@bn-muenchen.de