Vorteile von Bio-Lebensmitteln

Immer wieder wird behauptet, dass es zwischen konventionellen Produkten und Bio-Lebensmitteln eigentlich gar keinen Unterschied gibt. Studien der letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass das ein großer Trugschluss ist: Denn Bio ergibt nicht nur für den Naturschutz Sinn.

Bio schneidet auch mit gesünderen und wertvolleren Produkten im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln ab! Das geht mittlerweile auch weit über einen erhöhten Vitamingehalt und die bloße Freiheit von Pestiziden hinaus: Bio-Lebensmittel haben einen intensiveren Geschmack, weniger Zusatzstoffe und verfügen über mehr Mineralstoffe. Wird dazu nebenbei noch auf die saisionale und regionale Speisen geachtet, haben wir eine ganzheitliche Ernährung für alle Aspekte erreicht.

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Bio-Lebensmittel – wertvoll für Mensch und Natur

Verzicht auf Pestizide & Co.

Im Bio-Landbau werden keine Pestizide, Herbizide oder Fungizide eingesetzt. Dadurch haben Bio-Lebensmittel stark verminderte Pestizidrückstände im Vergleich zu konventionellen Lebensmittel. Unabhängige Studien haben bereits bedenkliche, langfristige Risiken für Mensch und Tier durch Pestizide festgestellt.

Weniger Zusatzstoffe

Auch weniger besorgniserregende Zusatzstoffe werden in Bio verwendet: In der biologischen Lebensmittelverarbeitung sind nur 54 Zusatzstoffe zugelassen, was im starken Kontrast zu den 320 erlaubten Zusatzstoffen in der konventionellen Verarbeitung steht.

Besserer Geschmack

Aber Bio-Produkte gehen sogar noch weiter, als nur weniger Schadstoffe aufzuweisen. Bio-Bauern lassen ihren Pflanzen häufig mehr Zeit zum Reifen, wodurch das Gemüse und Obst weniger Wasser enthält, intensiver schmeckt und über mehr Nährstoffe verfügt.

Konventionelle Landwirte ernten dagegen häufig etwas verfrüht, bevor das Gemüse und Obst wirklich reif ist. Studien dazu sind noch fortlaufend und die Vergleiche basieren bisher auf ersten Stichproben. Es zeigt sich jedoch ein Trend, nach dem Bio-Lebensmittel höhere Vitamingehalte und andere Nährstoffe haben. Außerdem enthält Bio-Milch zum Beispiel mehr lebensnotwendige Omega-3-Fettsäuren.

Mehr Qualität – bessere Verarbeitung

Beim Anbraten eines Bio-Schnitzel in der Pfanne fällt es sofort auf: es schrumpft nur minimalst zusammen, im Gegensatz zu einem konventionellen Schnitzel. Bio-Lebensmittel weisen nämlich eine höhere Trockenmasse auf. Denn Bio-Tiere haben meist ein längeres Leben und bilden dabei einen höheren Anteil von festem Muskelfleisch aus, bevor sie geschlachtet werden. Das wirkt sich positiv auf die Qualität des Fleisches aus.

Ein Plus an Mineralstoffen

Auch weist Bio-Fleisch mehr Mineralstoffe wie Zink, Selen und Eisen auf und hat auch mehr gesundheitsfördernde Omega-3-Fettsäuren, wie Studien belegen. Gleichzeitig sind weniger oder keine Rückstände von Medikamenten enthalten. Gleichzeitig gilt jedoch auch bei Bio-Lebensmittel wie bei allen anderen Lebensmitteln: nur eine ausgewogene Ernährung ist eine gesunde.

Daher plädieren wir für eine balancierte, gesunde Ernährung mit möglichst regionalen und saisonalen Bio-Lebensmitteln.

Wie das auch in einer Großküche funktionieren kann, erfahren Sie hier:

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Bio-Lebensmittel sind ihren Preis wert

Qualität ist ihren Preis wert. Immer.

Das größte Argument gegen Bio-Produkte sind meistens die Preise im Vergleich zu konventionellen Produkten. Erhöhte Preise von Bio-Produkten liegen an verschiedenen Gründen. Zum Beispiel haben Bio-Bauern mehr Arbeit, da sie durch den Verzicht auf Pestiziden das Unkraut und die Schädlinge mechanisch bekämpfen müssen.

Im Schnitt haben Bio-Höfe durch diesen Verzicht auf Pestizide und Dünger auch rund 20 % niedrigere Erträge als konventionelle. Außerdem halten sie weniger Tiere, die dadurch zwar länger leben, aber weniger Milch oder Eier geben. Eine Bio-Kuh liefert beispielsweise ca. 6.000 Liter Milch jährlich, während ihre konventionelle Artgenossin um die 8.000 Liter schafft.

Spezielle Vorgaben für die Weiterverarbeitung

Bio-Lebensmittel sind leider immer noch nicht so weit verbreitet wie konventionelle Ware. Dadurch ist die Logistik schwieriger und Transport- und Erfassungskosten, z. B. für Milch, liegen höher. Auch in Bezug auf die Weiterverarbeitung ist der Öko-Erzeuger eingeschränkt, da der Metzger beispielsweise kein Nitritpökelsalz und keine Stabilisatoren verwenden darf. Und ganz am Ende kommen die Bio-Landwirte auch für die regelmäßigen Bio-Kontrollen auf.

Faire Preise – weniger Folgekosten

Bio-Höfe können also nicht im gleichen Maßstab produzieren wie konventionelle Höfe. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil. Denn konventionelle Preise spiegeln nicht wider, wie teuer eine konventionelle Bewirtschaftung für uns wirklich ist. Folgekosten wie der Bodenabtrag, Trinkwasserbelastung mit Pestiziden, antibiotikaresistente Keime und Umweltschäden, wie das Insektensterben, werden darin überhaupt nicht berechnet.

Auch sind die Preise, die den Landwirten für ihre Produkte gezahlt werden, weit entfernt von einer fairen Entlohnung für ihre schwere Arbeit. Die wirklichen Kosten dieser Produkte werden also langfristig von der gesamten Gesellschaft bezahlt.

Umstellung auf Bio: entscheidend ist die Strategie

Trotzdem haben wir in unserer Arbeit festgestellt, dass eine Umstellung auf Bio-Produkte nicht unbedingt zu erhöhten Kosten für den Betrieb und für die Gäste führen muss, wenn diese strategisch angegangen wird.

Wie wir Sie dabei unterstützen können, finden Sie hier:

Weitere Informationen

BN Ökotipp „Warum Bio kaufen?“

Informationen rund um das Thema biologische Lebensmittel und ökologischen Landbau

Möchten Sie gerne mehr über Bio und die Produktion von Bio-Produkten wissen? Dieser Flyer gibt einen kurzen Überblick über die Vorteile von Bio für die Natur und den Menschen und beleuchtet weiter, was hinter den Bio-Siegeln eigentlich steht.

Flyer, doppelseitig, PDF (ca. 1 MB)

Broschüre „Gesunde Ernährung“

Informationen über gesunde Ernährung und gesunde Lebensmittel 

Die Broschüre fasst die Empfehlungen des BN für eine gesunde Ernährung zusammen. Vom Frühstück bis zum Arbeitsplatz, saisonal regional, bio und vor allem lecker wird alles beleuchtet – Rezepte und Zubereitungstipps sind inklusive.

Broschüre, 32 Seiten, PDF (ca. 6,5 MB)

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